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ZMM — Zahnmedizin Mehringdamm
Implantologie22. Juni 20269 Min. Lesezeit

Was kostet ein Zahnimplantat? Preise, Festzuschuss und Eigenanteil im Überblick

Ein Zahnimplantat ist eine Investition — und die Kosten hängen von vielen Faktoren ab. Was ein Implantat realistisch kostet, wie viel die Krankenkasse beiträgt und wie Sie Klarheit über Ihren Eigenanteil bekommen.

Was kostet ein Zahnimplantat? Preise, Festzuschuss und Eigenanteil im Überblick

Wer über ein Zahnimplantat nachdenkt, stellt fast immer zuerst die Frage nach den Kosten. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Ein Implantat ist keine Stangenware, sondern eine individuell geplante Versorgung — und der Preis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen.

In diesem Beitrag erklären wir verständlich, mit welchen Kosten Sie rechnen können, was die gesetzliche Krankenkasse dazugibt und wie Sie über einen Heil- und Kostenplan volle Klarheit über Ihren Eigenanteil bekommen — ohne böse Überraschungen.

Was kostet ein Zahnimplantat in Deutschland?

Als grobe Orientierung: Ein einzelnes Implantat inklusive Krone liegt je nach Aufwand meist zwischen rund 1.800 und 3.500 Euro. Kommt ein Knochenaufbau hinzu, steigt der Betrag entsprechend. Das sind Richtwerte, kein verbindlicher Preis — was in Ihrem Fall anfällt, lässt sich erst nach einer Untersuchung seriös beziffern.

Der Gesamtpreis setzt sich aus mehreren Positionen zusammen:

  • Implantat (die Titan- oder Keramikschraube als künstliche Wurzel)
  • Aufbauteil (Abutment), das Implantat und Krone verbindet
  • Zahnersatz darauf — Krone, Brücke oder Prothese
  • Diagnostik und digitale Planung, bei Bedarf ein 3D-Röntgen (DVT)
  • gegebenenfalls ein Knochenaufbau, wenn der Kiefer nicht genug Substanz hat

Warum die Preisspanne so groß ist

Kein Kiefer gleicht dem anderen. Ob ein einzelner Zahn ersetzt wird oder mehrere, wie viel Knochen vorhanden ist, welches Material gewählt wird und welche Art von Zahnersatz daraufkommt — all das beeinflusst den Preis. Auch das Dentallabor, das die Krone fertigt, spielt eine Rolle: Hochwertige, in Deutschland von Hand gefertigte Versorgungen kosten mehr als Massenware, halten aber oft länger und sitzen präziser.

Deshalb ist eine pauschale Preisangabe unseriös. Sinnvoll ist immer eine individuelle Planung — und ein schriftlicher Kostenplan, bevor irgendetwas beginnt.

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt das Implantat selbst in der Regel nicht. Sie zahlt aber einen sogenannten Festzuschuss zur Regelversorgung — also zu der Standardlösung für Ihren Befund, meist eine Brücke oder Prothese. Diesen Zuschuss erhalten Sie auch, wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden.

Als grobe Orientierung liegt der Festzuschuss je nach Befund zwischen rund 550 und 900 Euro. Wer sein Bonusheft regelmäßig führt, bekommt mehr: Nach fünf lückenlosen Jahren steigt der Zuschuss, nach zehn Jahren noch einmal. In besonderen Härtefällen ist eine höhere Übernahme möglich.

Eine private Zahnzusatzversicherung kann einen Teil des Eigenanteils abdecken — je nach Tarif und Wartezeit unterschiedlich stark. Den genauen Umfang klären Sie am besten direkt mit Ihrem Versicherer.

Knochenaufbau: wann er nötig ist und was er kostet

Damit ein Implantat fest sitzt, braucht es ausreichend Kieferknochen. Fehlt Substanz — etwa weil ein Zahn lange gefehlt hat — lässt sich das Fundament mit einem Knochenaufbau in vielen Fällen wiederherstellen. Je nach Methode und Umfang fallen dafür zusätzliche Kosten an, grob zwischen einigen Hundert und über tausend Euro.

Nicht jeder Fall braucht einen Aufbau. Ob und in welchem Umfang er sinnvoll ist, zeigt sich erst anhand eines dreidimensionalen Röntgenbildes. Unser Grundsatz: so wenig wie möglich, so präzise wie nötig.

Heil- und Kostenplan: so bekommen Sie Klarheit

Vor jeder größeren Versorgung erhalten Sie von uns einen schriftlichen Heil- und Kostenplan (HKP). Darin steht, welche Schritte geplant sind, welcher Festzuschuss zu erwarten ist und welcher Eigenanteil für Sie bleibt. Diesen Plan reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein, bevor die Behandlung startet.

So wissen Sie vorher, woran Sie sind — und können die Entscheidung in Ruhe treffen. Eine zweite Meinung ist dabei völlig legitim und bei einer so dauerhaften Versorgung oft eine gute Idee.

Implantat oder Brücke? Die Kosten im Vergleich

Eine klassische Brücke ist anfangs häufig günstiger als ein Implantat. Der Haken: Für eine Brücke müssen die beiden gesunden Nachbarzähne beschliffen werden, auch wenn ihnen sonst nichts fehlt. Ein Implantat steht für sich, schont die Nachbarzähne und überträgt die Kaukraft direkt auf den Knochen.

Welche Lösung sich für Sie rechnet, hängt von Ihrem Befund, dem Zustand der Nachbarzähne und Ihren Wünschen ab. Beides hat seine Berechtigung — wir besprechen die Vor- und Nachteile offen, statt Ihnen die teuerste Variante zu verkaufen.

Zahnimplantate in Berlin-Kreuzberg — unser Vorgehen

In unserer Praxis am Mehringdamm planen wir jedes Implantat digital. Mit einem Sirona-DVT erstellen wir bei Bedarf ein dreidimensionales Bild des Kiefers und setzen das Implantat navigationsgeführt — also genau dort, wo es geplant wurde. Den Zahnersatz fertigen wir mit CEREC im eigenen Haus, sodass Planung, Eingriff und Versorgung in einer Hand bleiben.

Die implantologischen Eingriffe verantwortet Sophie Wendorff-Tobolla, M.Sc. Orale Chirurgie & Implantologie. Wir behandeln Kassen- und Privatpatienten und nennen Ihnen die Kosten transparent vorab. Sie erreichen uns über die U Mehringdamm (U6/U7). Termine vereinbaren Sie unter 030 7856051, per E-Mail an praxis@zmm.berlin oder online über Doctolib.

FAQ

Was kostet ein Zahnimplantat ungefähr?
Als Orientierung liegt ein Einzelimplantat inklusive Krone meist zwischen rund 1.800 und 3.500 Euro, mit Knochenaufbau entsprechend mehr. Der genaue Preis hängt vom Befund ab und steht in Ihrem individuellen Heil- und Kostenplan.
Zahlt die Krankenkasse ein Implantat?
Das Implantat selbst übernimmt die gesetzliche Kasse in der Regel nicht. Sie zahlt aber einen Festzuschuss zur Regelversorgung (grob 550 bis 900 Euro je nach Befund), den Sie auch beim Implantat erhalten. Ein gepflegtes Bonusheft erhöht den Zuschuss.
Was kostet ein Knochenaufbau zusätzlich?
Je nach Methode und Umfang grob zwischen einigen Hundert und über tausend Euro. Ob ein Aufbau überhaupt nötig ist, zeigt sich erst anhand eines 3D-Röntgenbildes.
Ist eine Brücke günstiger als ein Implantat?
Anfangs oft ja. Allerdings müssen für eine Brücke gesunde Nachbarzähne beschliffen werden. Ein Implantat schont diese Zähne und ist langfristig häufig die nachhaltigere Lösung. Was sich für Sie rechnet, besprechen wir individuell.
Bekomme ich die Kosten vorab schriftlich?
Ja. Vor der Behandlung erhalten Sie einen schriftlichen Heil- und Kostenplan mit dem zu erwartenden Zuschuss und Ihrem Eigenanteil — damit Sie in Ruhe entscheiden können.
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Implantate können viele Jahre halten. Entscheidend sind gute Mundhygiene, regelmäßige Kontrollen und professionelle Reinigung. Eine feste Garantie gibt es wie bei eigenen Zähnen nicht.

Die wichtigste Regel bei Implantatkosten: kein Pauschalpreis, sondern ein transparenter Heil- und Kostenplan, bevor es losgeht. So wissen Sie genau, was auf Sie zukommt.

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